Der Entwicklungszyklus eines Hirschkäfers dauert in der Regel fünf Jahre, von denen die Tiere den größten Teil ihres Lebens als Larve zubringen. Die Lebenserwartung der erwachsenen Käfer an der Erdoberfläche beträgt dagegen nur drei bis acht Wochen. Zwischen Ende Mai und August, vor allem in den Monaten Juni und Juli, fliegen die dämmerungs- und nachtaktiven Käfer um Baumkronen und sammeln sich an Saftflüssen ihrer Nahrungsbäume, vor allem Eichen. Dort führen die Männchen Kämpfe um die Weibchen aus. Nach der Partnerfindung kommt es zur Kopulation. Die Ablage der Eier erfolgt im Erdboden an den Außenseiten vermorschter Wurzelstöcke von Eichen, aber auch anderen Laubbäumen sowie Fichten und Kiefern. Gelegentlich findet die Eiablage auch im Kompost von Hausgärten statt. Entscheidend für die Wahl des Eiablageplatzes sind der Zersetzungsgrad und die
Aufgrund seiner Seltenheit unterliegt er einem strengen gesetzlichen Schutz. Trotz seiner Größe gibt es über seine Verbreitung und den Bestand jedoch nur unzureichende Informationen. Eine systematische Bestandsaufnahme ist wegen seiner versteckten Lebensweise sehr aufwändig. Am besten beobachten lässt sich der Hirschkäfer bei milder Witterung in den Abendstunden. Auch von Fressfeinden zurückgelassene Überreste des Käfers, wie zum Beispiel der prägnante Kopf, stellen wichtige Anhaltspunkte für Käfervorkommen dar.
Hinweise zu Hirschkäferfunden nimmt das Team der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Hameln-Pyrmont unter der Telefonnummer 05151-903-4403 entgegen.



Bereiche
Neue Blog-Einträge